12.12.2019 – Pro Natura setzt auf Wärmepumpen der CTA

# Referenzanlagen CTAexklusiv

Das Pro Natura Zentrum Aletsch wurde 1976 eröffnet und nach über 40 Saisons mit weit über 600 000 Gästen im 2019 vollständig modernisiert. Nach den Renovationsarbeiten wird das Zentrum am 12. Juni 2020 wiedereröffnet.

        



Marketing/Kommunikation, 12.12.2019

Kann ein Gebäude auf über 2000 Meter über Meer CO2-neutral geheizt werden? Das Pro Natura Zentrum Aletsch auf der Riederalp macht die Probe aufs Exempel und zeigt – es geht. Dabei spielen Luft/Wasser-Wärmepumpen der CTA eine zentrale Rolle. Der Strom dafür stammt von einer selbst betriebenen Photovoltaikanlage.

Rund 60 Prozent der Fläche der Schweiz liegt in den Alpen. Wer im alpinen Raum lebt, muss sich auf spezielle klimatische Bedingungen einstellen. Für das Wohnen heisst dies, dass die Gebäude höheren klimatischen Belastungen ausgesetzt sind als im Unterland. Ein solches Gebäude ist die Villa Cassel auf der Riederalp im Kanton Wallis. Hier, auf 2100 Meter über Meer, ist seit über 40 Jahren das Pro Natura Zentrum Aletsch zu Hause.

Ein bewusster, umweltschonender Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ist ein Kernanliegen von Pro Natura. «Als wir vor sieben Jahren mit der Planung der Renovation unserer Gebäude begannen, war eines klar: Wir streben einen energetisch CO2-neutralen Betrieb an», sagt Zentrumsleiter Laudo Albrecht, der zusammen mit seinem fünfköpfigen Team das Pro Natura Zentrum Aletsch führt, das im Sommer jeweils über 20 Mitarbeitende beschäftigt.
Auch wenn das Pro Natura Zentrum «nur» in den Sommermonaten, zwischen Anfang Juni und Mitte Oktober in Betrieb ist, zeichnete es sich rasch ab, dass ein CO2-neutraler Betrieb alles andere als einfach sein wird. Denn das Hauptgebäude, die um 1900 im Auftrag des deutsch-englischen Bankiers Sir Ernest Cassel erbaute Villa, ist schlecht isoliert. Zudem steht sie unter Denkmalschutz. Dies macht zum einen die Sanierungsarbeiten aufwändig, zum andern kann die Gebäudehülle nur bis zu einem gewissen Grad gedämmt oder für Photovoltaik genutzt werden.

Bauphase

Weg von der Ölheizung

Als Pro Natura die Villa Cassel Mitte der 70er Jahre übernahm und hier das Naturschutzzentrum Aletsch einrichtete, wurde das Gebäude letztmals renoviert. «Damals gab es nur die Wahl zwischen Öl- oder Elektroheizungen», erklärt Laudo Albrecht. «Heute ist es gar nicht so eindeutig, was als Alternative am besten geeignet ist. Einig waren wir uns aber, dass eine fossile Heizung nicht mehr in Frage kommt. Für einen energetisch CO2-neutralen Betrieb zogen wir verschiedene Varianten in Betracht: eine Erdsonden-Wärmepumpe, eine Holzschnitzel- oder eine Pelletheizung und eine Luft/Wasser-Wärmepumpe.»

Die entsprechenden Abklärungen brachten an den Tag, dass lediglich mit der Luft/Wasser-Wärmepumpe ein CO2-neutraler Betrieb umgesetzt werden kann. Bei Holz erwies sich der aufwändige Transport und damit die notwendigen Kompensationskosten als Hürde, bei der Erdwärme war der verfügbare Raum für ein Erdsondenfeld nur knapp ausreichend. Erschwerend kam hinzu, dass sich unterhalb des Grundstücks ein Wasserstollen befindet, so dass unter dem Strich der Aufwand und das Risiko zu hoch gewesen wäre. Entsprechend fiel die Wahl auf die Luft/Wasser-Wärmepumpe.

Optimale Lösung dank eigenem Strom

Im Sommer und Herbst 2019 konnte ein wichtiger Teil der rund 3 Millionen teuren Renovationsarbeiten abgeschlossen werden. In den drei Gebäuden – zum Naturschutzzentrum gehört neben der Villa auch das kleinere Chalet Cassel und das Haus Bellevue – wurde je eine Luft/Wasser-Wärmepumpe der CTA erfolgreich installiert. Als anspruchsvoll erwies sich dabei der Transport des Aussenregister für die Villa Cassel. Das über eine Tonne schwere Register wurde per Seilbahn und Spezialfahrzeug zur Villa transportiert. Doch für die exakte Positionierung auf der unzugänglichen Nordseite des Hauses war dann doch noch ein Helikopter notwendig.

Bei Wärmepumpen braucht es für einen energetisch CO2-neutralen Betrieb auch CO2-freien Strom. Pro Natura erkannte dies und wollte den Strom mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage produzieren. Doch dies war auf der denkmalgeschützten Villa Cassel nicht möglich. Dank Partnerschaften konnte auf dem Schulhaus und auf benachbarten Privathäusern eine Photovoltaik-Anlage gebaut werden. Diese deckt mit 450 Quadratmeter Solarpanels aufs Jahr gesehen den gesamten Elektrizitätsbedarf des Zentrums von 72 kW peak ab. Der Strom wird ins lokale Netz eingespeist, und das Zentrum bezieht den Strom wiederum vom lokalen Netzbetreiber. Dies verhindert allfällige «Stromlücken».

«Wir sind stolz auf unser Leuchtturmprojekt», sagt Laudo Albrecht. «Es beweist, dass mit einer guten Wärmepumpe und verlässlichen Partnern ein energetisch CO2-neutraler Betrieb von Heizung und Gebäude auch in den Alpen möglich ist. Wir werden unsere Erfahrungen gezielt in die Bildungsarbeit bei uns im Zentrum einbringen, um unsere Besucherinnen und Besucher für solche Vorhaben mit erneuerbaren Energien zu sensibilisieren und zu motivieren.»

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